Schule

 

 

Weiterführung der modularen Brandschutzerziehung in den dritten Grundschulklassen

Etwa drei Jahre nach dem ersten Kontakt mit dem vorbeugenden Brandschutz, erhalten die ehemaligen Vorschulkinder, mittlerweile zwischen neun und zehn Jahren alt, wieder Besuch von der Freiwilligen Feuerwehr, diesmal von den Kameraden des Löschzuges Winnekendonk. Die Brandschutzerzieher legen in den dritten Schuljahren der Grundschulen die zweite Phase der präventiven Ausbildung ein.

Die erste Unterrichtseinheit, (45 Minuten) wird in den Klassenräumen der Schüler abgehalten. Zunächst wird der Aufbau der Feuerwehr Kevelaer beschrieben. Besonders die Ehrenamtlichkeit unserer Tätigkeit mit ihrer Vielfalt der zu bestehenden Aufgaben, den vielen Pflichten, welche selbstverständlich gerne wahrgenommen werden, beeindrucken die jungen Zuhörer sehr. Nach einem kurzen Blick auf das breite Einsatzspektrum, von Großbrand bis Kleintierrettung, wird nochmals der Notruf behandelt. Intensiver als bei den Kindergartenkindern, wird noch einmal die Abwicklung eines Notrufes erklärt. Dieser läuft zunächst bei der Kreisleitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst in Kleve auf. Von hier aus wird die zuständige Feuerwehr, meist mittels Funkmeldeempfängern alarmiert.

Eine ganze Doppelstunde, also 90 Minuten Unterricht, setzen wir für das zweite Modul an. Die Schulkinder lernen anfangs die Unterschiede zwischen einem Nutz und einem Schadensfeuer. Schnell werden die Zusammenhänge klar; denn ein nützliches, gemütliches Osterfeuer kann bei unsachgemäßer Handhabung schnell zu einem Schadensfeuer werden. Oft sind die Kinder kaum zu bremsen, wenn ihnen die alltäglichen Beinahe-Unfälle aus ihrer eigenen Umgebung einfallen.
Damit es überhaupt zu einer Verbrennung kommen kann, sind drei Grundvoraussetzungen nötig: Sauerstoff, ein brennbarer Stoff und die richtige Zündtemperatur. Um dieses darzustellen, verfügt die Feuerwehr über ein „Magisches Dreieck“ (siehe Fotos Ausbildungsmaterialien). Hiermit lässt sich das Prinzip des Löschens am besten erklären. Nimmt man dem Dreieck einen der drei Schenkel weg, (zum Beispiel den der Zündtemperatur), bricht das Dreieck ein und das Feuer erlischt.
Mit diesem Wissen gehen die Kinder in die wohl interessanteste Zeit des Unterrichtes, den Experimenten. Damit dabei auch alles glattgeht, wird noch einmal der richtige Umgang mit Streichhölzern demonstriert. Diese werden selbstverständlich immer vom Körper weg angerieben und das erloschene Streichholz in einem nicht brennbaren Gefäß abgelegt.         Flammen werden vorsichtig ausgepustet, da sich sonst, ungewollt Funken und heiße Teilchen in der Umgebung verteilen.
Im ersten Experiment gehen die Kinder dem Ruß, also dem schädlichen Feststoffen im Brandrauch nach. Eine Glasschüssel wird in unterschiedlichen Abständen über die Kerzenflamme gehalten, so wird auf der Schüssel der Ruß sichtbar. Wie wichtig Sauerstoff für die Verbrennung ist, wird im zweiten Experiment deutlich, wenn ein Glas über eine brennende Kerze gestülpt wird. Mit abnehmender Sauerstoffmenge wird die Flamme immer kleiner, erlischt schließlich völlig. Sind zwei Kerzen unter dem Glas, stellt sich die Wirkung entsprechend schneller ein. Die nächsten drei Experimente verdeutlichen dann, was eigentlich wirklich brennt. Als Erstes soll ein unbehandelter Kerzendocht entzündet werden, dieser glimmt aber höchstens vor sich hin. Auch der Versuch, reines Kerzenwachs zu entzünden, ist nie von Erfolg gekrönt. Klar wird es erst, wenn man versucht, den Rauch einer ausgeblasenen Kerze zu entzünden. Das funktioniert nämlich schon mit einigen Zentimetern Abstand zum Docht. Unsere Lerneffekte dieses Tages also: Feuer entwickelt Rauch, verbraucht Sauerstoff und brennt als Gas. Und: Es stinkt; das Befinden zumindest die nachfolgenden Schüler, wenn sie den Klassenraum betreten.
Eisen brennt, und Staub kann explodieren. Diese beiden Aussagen werden von den geschulten Brandschutzerziehern eindrucksvoll demonstriert. Wichtig ist die vergrößerte Oberfläche bei beiden Aussagen. So kann zum Beispiel Eisen in der Form von Stahlwolle zum Brennen gebracht werden. Und die präsentierte, kontrollierte Staubexplosion, die stets zum Ende der Unterrichtseinheit steht, ist wohl bei vielen Jahrgängen geradezu legendär geworden.

Das dritte und letzte Modul für die Grundschüler findet im Gerätehaus statt. Nach einer kurzen Einführung werden Blicke hinter die Kulisse einer freiwilligen Feuerwehr gewährt. Wo ziehen sich die Feuerwehrleute um? Woraus besteht die persönliche Ausrüstung? Wo wird geschult? Alle diese für uns alltäglichen Kleinigkeiten werden neugierig von den Kindern beäugt. Es folgt eine Praxiseinheit an den Fahrzeugen. Die Grundschüler verschaffen sich einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten eines Löschfahrzeuges. Auch die Leistungskraft der für Verkehrsunfälle vorgesehenen Hydraulikgeräte wird demonstriert.
Zum Abschluss des Kurses und der Brandschutzerziehung wird eine Fettexplosion vorgeführt. Mit dem Eindruck des riesigen Feuerballs, nur hervorgerufen durch ein kleines Glas Wasser, gehen die Kinder mit ihren Klassenlehrerinnen wieder zurück in die Schule und die Brandschutzerzieher mit einem guten Gefühl nach Hause; denn sie wissen, die Kinder sind nicht nur gut auf einen Ernstfall vorbereitet, vielmehr können sie diesen oft verhindern.

Einsätze

Hilfeleistung
13.12.2017 um 11:40 Uhr
Kervenheim - Uedemerstr.
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Hilfeleistung
12.12.2017 um 12:22 Uhr
Kervenheim - Schlossstr.
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Brandeinsatz
03.12.2017 um 15:45 Uhr
Kevelaer - Beethovenring
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Unwetterwarnung

Unwetterwarnung für Kreis Kleve :
Es ist zur Zeit keine Warnung aktiv.
Insgesamt sind 0 Warnung(en) aktiv. Weitere Informationen auf http://www.dwd.de
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 15/12/2017 - 20:48 Uhr