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Girlsday 2012 bei der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer


Am 26.04.2012 fand bundesweit der diesjährige Girlsday statt. Auch in Kevelaer
informierten sich ca. 100 Schülerinnen über die Arbeit in den Berufen, welche größtenteils
von Männern durchgeführt werden.


12 Mädchen der Gemeinschaftshauptschule Kevelaer besuchten von 09:00 Uhr bis 12:15 Uhr
die Feuerwehr Kevelaer. Sie wurden in fünf verschiedenen Stationen, von 9 Kameraden des
Löschzuges Kevelaer, über die Arbeit der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr informiert.


Begonnen wurde nach der Begrüßung mit der Sicherheitsbelehrung und Erläuterung der
allgemein üblichen Verhaltensweise bei der Feuerwehr. Danach konnte der Girlsday bei der
Feuerwehr Kevelaer starten.


In der ersten Station bekamen die Mädchen einen Einblick in die allgemeine Feuerwehrarbeit.
Der Kamerad Ralf Tebarts informierte sie hier, mittels einer Power Point Präsentation über
folgende Themenbereiche:
Aufgaben und rechtliche Grundlagen, Voraussetzungen für unsere Arbeit, Struktur, Aufbau
und Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Kevelaer.
Struktur, Ausbildung, Aufgaben, Aufstiegsmöglichkeiten, Besoldung und allgemeine Infos
über die Berufsfeuerwehr.
Desweiteren wurde der Part, körperliche und psychische Belastung der Feuerwehrangehörigen
in und nach Einsätzen erläutert.


In der zweiten Station wurden der praktische Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, Werfen von
Schläuchen und die Vornahme von zwei C Rohren von den Schülerinnen geübt. Betreut
wurde diese Station von den Kameraden Philipp Köhler und Wolfgang Kuenen.
Bei der dritten Station wurden von Ralf Tebarts die einzelnen Fahrzeuge der FF Kevelaer
vorgestellt und erklärt.


Ein Highlight der besonderen Art gab es bei der 4. Station: Dort hatten Michael Hendricks
und Oliver Schiplak eine Fahrzeughalle mittels Disconebel komplett verraucht. Die Schülerinnen,
bekleidet mit der kompletten Schutzausrüstung, (incl. Atemschutzgerät, nicht angeschlossener
Maske, Helm, Handschuhe, Wärmebildkamera und Feuerwehrschlauch ect.)
konnten darin das Vorgehen, die Schwierigkeiten und Gefahren von Arbeiten in einem
verrauchten Bereich "erahnen".


Die fünfte Station wurde von Frank Holtappels und Markus van Oorschot betreut.
Es wurde mithilfe des Teleskopmastes „die Höhentauglichkeit“ der Teilnehmer getestet. Sie
wurden über die Einsatzmöglichkeiten, technischen Daten und Sicherheitsbestimmungen des
Fahrzeuges informiert. Im Anschluss daran wurden alle Schülerinnen bis in eine Höhe von
30m gefahren.


In der Werkstatt war unser Gerätewart und Zugführer Bolle gerade dabei, eine Tragkraftspritzenpumpe
(tragbare Pumpe für die Wasserförderung) zu reparieren. Bereitwillig gab er
Antworten auf die verschiedensten Fragen rund um seine Tätigkeit.


Der Girlsday 2012 endete mit der Vorführung einer Fettexplosion durch Bernd König aus
dem Löschzug Winnekendonk und dem Verteilen der Teilnahmebescheinigungen, welche
extra für diesen Tag erstellt worden waren.


Abschließend bleibt mir nur noch, allen beteiligten Kameraden den Dank der Leiterin des
SOS Kinderdorfes Frau Morange, für eine rundum gelungene Veranstaltung weiterzugeben.
Von unserer Seite sei erwähnt, dass alle Mädchen sich vorbildlich verhalten haben und sehr
interessiert bei der Sache waren. Ihnen wurde in praktischer und theoretischer Form der
Beruf des Feuerwehrangehörigen vorgestellt und erläutert. Einige kamen dabei nahe an ihre
körperliche Grenze. Ich denke, den Jugendlichen wurde hier auch gezeigt, dass die Tätigkeit
bei der Feuerwehr kein leichter Job ist.
Die Tugenden von Verlässlichkeit, Kameradschaft und Teamgeist haben bei uns einen hohen
Stellenwert. Es geht nur miteinander... Einzelkämpfer und Rambos sind hier fehl am Platz.


Frank Leukers
Koordinator Brandschutzausbildung
Feuerwehr Stadt Kevelaer
Fotos folgen nach Freigabe.

 

 

 
Festkette für Feuerwehrmann
VON MATTHIAS RIEMEN - zuletzt aktualisiert: 19.03.2012

Kevelaer (RP). Beim Heimatabend der Geselligen Vereine im Wettener Knoase-Saal war das Rätselraten vorbei: Helmut Ingenhaag wird bei der Wettener Kirmes an Pfingsten die Festkette tragen. Sein Adjutant ist Ludger Gipmanns.

  
 
Den beiden Männern stand die Freude über die besondere Ehre ins Gesicht geschrieben: Adjutant Ludger Gipmanns und Festkettenträger Helmut Ingenhaag von der Feuerwehr Wetten.
Foto: Gerhard Seybert

Für manch einen im Saal war es eine Überraschung, andere hatten damit gerechnet oder wussten es schon: Helmut Ingenhaag wird bei der Wettener Kirmes am Pfingstwochenende die Festkette tragen. Er repräsentiert den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr, 2012 festgebender Verein. Sein Adjutant ist Ludger Gipmanns.

Thomas Kranen, Präsident der Geselligen Vereine, und Laudator Ludger Gipmanns hielten die Spannung beim Heimatabend am Samstag lange aufrecht, bis Löschzugführer Gipmanns um kurz nach 22 Uhr das "wohlbehütete Geheimnis" lüftete. "Die Festkette trägt in diesem Jahr ein akribischer Archivar, der sich seit vielen Jahren im Vorstand und für die Nachwuchsausbildung starkmacht."

Helmut Ingenhaag fasste sich kurz, sprach von einer "großen Ehre", von den Kameraden gewählt worden zu sein. Seit 33 Jahren ist er Feuerwehrmann in Wetten, 1986 übernahm er als Schriftführer den Vorstandsposten seines Vaters. "Ein Großteil seines ehrenamtlichen Einsatzes erfolgt im Hintergrund", betonte Ludger Gipmanns, langjähriger Feuerwehrkamerad des neuen Festkettenträgers, den Ingenhaag im Anschluss zum Adjutanten ernannte.

Zum traditionellen Heimatabend der Geselligen Vereine kamen zahlreiche Wettener in den Knoase-Saal – schließlich lockten dort ein geselliger Abend und die Auflösung des wochenlangen Rätselratens um die Person des Festkettenträgers. Eingerahmt wurde die Proklamation von einem bunt gemischten Programm, an dem sich die verschiedensten Vereine des Dorfes beteiligten.

Der Kirchenchor "Cäcilia" wünschte den Wehrmännern in Liedform ein erfolgreiches Festjahr und dankte der Landjugend für das vergangene. Der Musikverein "Eintracht" sorgte für die guten Töne. Ein insgesamt gelungener Auftakt des Festjahres 2012, das seinen Höhepunkt am Kirmesmontag mit einem großen Umzug durch die Ortschaft und der feierlichen Übergabe der Festkette finden wird. Dann darf zwei Tage lang gefeiert werden, bevor am späten Dienstagabend die "Kermespupp" an der Niersbrücke verbrannt wird.

Quelle: RP-Online
 

Existenz der Freiwilligen Feuerwehren bedroht?

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) sieht die Existenz der Freiwilligen Feuerwehren durch die Arbeitszeitrichtlinie der Europäischen Union bedroht. „Wir sehen die große Gefahr, dass uns durch Rechtsprechung künftig ein enges Korsett für das ehrenamtliche Engagement angelegt wird“, befürchtet DFV-Präsident Hans-Peter Kröger.

DFVlogo

Anlass sind die laufenden Verhandlungen über die Änderung der Richtlinie. In Deutschland sind 1.036.000 Männer und Frauen ehrenamtlich im Einsatzdienst der Feuerwehren aktiv.

Durch die gesetzliche Einbeziehung des ehrenamtlichen Engagements in die maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden für Arbeitnehmer könnte der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren gefährdet werden: „Das Ehrenamt wäre damit weitgehend unmöglich gemacht“, erklärt Kröger. „Dies würde auch für viele andere Bereiche wie zum Beispiel Sanitätsdienste und Wasserrettung, Sport und Kultur, Umweltschutz und viele andere mehr zutreffen“, gibt der DFV-Präsident zu bedenken. „Durch eindeutige Regelungen im Vorfeld muss vermieden werden, dass es im Nachhinein bei der Umsetzung existenzielle Probleme“, fordert Kröger.

„Wir sind der festen Überzeugung, dass die Arbeitszeitrichtlinie für die Freiwilligen Feuerwehren nicht gelten kann. Deshalb lehnen wir insbesondere eine Aufnahme der Freiwilligen Feuerwehren in die Richtlinie ab!“, betont der DFV-Präsident.

Aktuell sind die Sozialpartner (Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften) am Zug: Sie verhandeln zunächst bis September diesen Jahres. Sollte dabei Einvernehmen erzielt werden, wird die Kommission dies übernehmen, und den Mitgliedsstaaten obliegt die nationale Umsetzung. Sollten die Verhandlungen scheitern, ist ein Änderungsvorschlag der EU-Kommission zu erwarten.

Der Deutsche Feuerwehrverband hatte bereits im April 2011 bei der EU eine Klarstellung gefordert. Der Fachverband arbeitet in der Thematik eng mit der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren, dem Werkfeuerwehrverband Deutschland und weiteren nationalen Feuerwehrverbänden in Europa zusammen.

Quelle: DFV

 
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